FAQ

Häufige Fragen zu Radeln ohne Alter, die Rikscha, das Engagement als Fahrer oder im Verein

 

Fahrer / Fahrerin werden

Wie werde ich Fahrer / Fahrerin?

Die Fahrer heißen bei uns Piloten / Pilotinnen. Der erste Schritt ist immer, dass Du Dich bei uns meldest und ankreuzt, wo Du gerne fahren möchtest. Du wirst dann von uns kontaktiert.

Anmeldung

Was sind die fünf RoA-Leitbegriffe?

Großzügigkeit, Langsamkeit, Geschichten erzählen, Beziehungen, ohne Alter.

Kann ich meine Oma, Opa, meinen Nachbarn fahren?

Das geht unter Umständen. Es hängt davon ab, wie weit entfernt die nächste Rikscha ist und davon, ob der jeweilige Ortsverein eine Vereinshaftpflichtversicherung hat. Am Besten ist, Du fragst per Mail beim Ortsverein nach.

Wer wird gefahren?

RoA arbeitet oft mit Institutionen zusammen, die sich um ältere Menschen kümmern, z.B. Seniorenresidenzen. Die Passagiere sind dann Bewohner, die Lust auf frischen Wind und Begegnung haben. Sie werden in der Regel von den Mitarbeitern des Hauses angesprochen und an Euch vermittelt. Wenn Du Passagiere kennengelernt hast, die Du besonders magst, kannst Du auch auch direkt nach Ihnen fragen.

Wie ist die Rikscha versichert?

Die Rikschas sind entsprechend der Versicherungen der örtlichen RoA-Vereine gegen Diebstahl, Vandalismus oder Schäden durch unsachgemäße Behandlung versichert.

Wie sind die Ausfahrten versichert?

Die Piloten sind in der Regel als Ehrenamtliche über die Institution versichert, in der die Rikscha steht. Hier besteht sowohl eine Haftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die die Piloten verursachen, als auch eine Unfallversicherung, die Schäden ausgleicht, die ihnen als Folge von Unfällen entstehen können. Wenn Piloten Passagiere außerhalb von Institutionen fahren, müssen sie über eine Vereinshaftpflicht vom örtlichen RoA-Verein versichert werden. Bitte in diesem Fall vorher nachfragen!

Die Passagiere sind nicht gesondert versichert. Ihr Risiko, Schaden zu verursachen oder zu erleiden wird als allgemeines Lebensrisiko betrachtet, ähnlich dem, als Fußgänger am Straßenverkehr teilzunehmen.

Kann ich auch im Winter fahren?

Wenn der Lotse (Koordinator im Heim) einen Passagier findet! Für die Fahrt bei niedrigeren Temperaturen gibt es einen Wetter- bzw. Wärmesack. Man kann auch Rollstuhlsäcke nutzen. Früher gab es ja auch Schlittenausfahrten! Warm eingemummelt in der Kälte: herrlich!

Wie oft sollte ich fahren?

Ein Mal die Woche? Ein Mal im Monat? Ein Mal im Jahr? Das ist eine Frage, die Du für Dich beantworten kannst. Wir freuen uns über jede Fahrt! Das fast magische Miteinander, das auf der Rikscha entsteht, kann aber nur Wirkung entfalten, wenn man tatsächlich fährt.

Wann wird gefahren?

Das hängt ganz von Dir ab! Wenn Du Pilot geworden bist, meldest Du Dich bei der Institution, in der die Rikscha steht und sagst, wann Du fahren willst. Allerdings kann es zu besonderen Gelegenheiten vorkommen, dass wir Dich fragen, ob Du eine Geburtstagsausfahrt oder einen Wunschausflug übernimmst.

Wie lange dauert eine Fahrt?

Das hängt von Dir und Deinem Passagier ab. Du solltest aber mindestens eine oder besser anderthalb Stunden mitbringen, denn schon die Vorbereitung, das Einsteigen und Losfahren brauchen Zeit, genauso wie das Aussteigen und schließlich das Verstauen der Rikscha. In der Regel sollte man zwei bis zweieinhalb Stunden rechnen, aber es gibt auch Ausflüge von drei oder vier Stunden. Zum Beispiel wenn Du mit dem Passagier in ein Museum fährst (Rollstühle sind dort in der Regel vorhanden), oder in sein ehemaliges Wohnviertel…

Wie läuft die Einführung, wie werde ich Pilot?

Auf einem Dreispurgefährt mit „Drehschemellenkung“ sitzt und lenkt es sich anders. Du übst das mit Deinem Kapitän als Passagier, bis Du mit der Rikscha vertraut bist. Das geht bei manchen sehr schnell, bei anderen dauert es länger. Aber es kommt nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern auf den richtigen Zeitpunkt für die Übernahme von Verantwortung. Sobald Du Dich sicher fühlst, lädt der Kapitän einen Passagier ein (das kann im Lauf der ersten Schulung sein) und begleitet Dich bei Deiner ersten Fahrt.

Wer macht die Einführung?

Die Einführung bekommst Du von einem „Kapitän“. Das ist ein erfahrener ehrenamtlicher Fahrer, der für die Rikscha und die Fahrer an dem Standort zuständig ist, bei dem Du fahren möchtest. Er meldet sich bei Dir, wenn Du Dich bei RoA als Pilot gemeldet oder eingetragen hast. Wir sind alle Ehrenamtler, das heißt manchmal, dass es etwas dauert. Wenn Du nichts hören solltest: melde Dich noch einmal. Hartnäckigkeit wird belohnt.

 

Passagier werden

Wie werde ich Passagier?

Normalerweise wird RoA im Rahmen einer Seniorenresidenz betrieben. Wenn Sie Bewohner einer Residenz sind, die mit RoA kooperiert, dann sprechen Sie einfach den zuständigen Mitarbeiter an.

Kann ich gefahren werden, obwohl ich nicht in einer Residenz wohne?

Vielleicht. Das hängt von drei Voraussetzungen ab: Gibt es in Ihrer Nähe eine Rikscha? Gibt es es in dem Ortsverein eine Vereinshaftpflicht? Hat ein ehrenamtlicher Fahrer Zeit? Damit wir das klären können, schreiben Sie einfach eine Mail mit Ihrer Bitte an den zuständigen Ortsverein.

Gibt es ein Mindestalter für Passagiere?

Nein. Alle, die nicht selber Rad fahren können, sollen in den Genuss einer Ausfahrt kommen können.

Kann ich auch zum Arzt oder Einkaufen gefahren werden?

Eher nicht. Wir bieten keine Dienstleistung und werden nicht bezahlt, und unter Umständen ist ein Arztbesuch oder das Einkaufen für Sie zwar notwendig, für den Fahrer aber nicht so unterhaltsam wie eine reine Vergnügungsfahrt. Wenn Sie allerdings einen Fahrer schon gut kennen, und dieser nichts dagegen hat, dann ist es nicht verboten, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Kostet das etwas?

Nein. Die Fahrten sind ein Geschenk. Wenn Sie dem Verein eine Spende machen wollen, dann ist das aber erlaubt. Ebenso wie die Möglichkeit, Ihren Fahrer auf der Tour zu einem Kaffee einzuladen. Der schönste Lohn für die Fahrer ist, wenn Sie Ihre Freude teilen. Und wir hoffen, dass Sie bei der Ausfahrt Freude haben.

Kann ich eine Fahrt bestellen?

Nein, die Fahrten sind keine Dienstleistung, wie zum Beispiel eine Taxifahrt. Sie sind ein Geschenk des ehrenamtlichen Fahrers. Deswegen können Sie keine Fahrten bestellen.

Wo kann ich fahren?

Die Rikschas werden immer in der Nähe ihres Standortes eingesetzt. Entweder fährst Du Passagiere aus der Institution, in der die Rikscha steht, oder Leute, die in der Nähe wohnen. Hier (link folgt) kannst Du sehen, wo überall Rikschas stehen.

Bin ich als Fahrer/Pilot geeignet?

Wahrscheinlich Ja! Egal, ob Du alt oder jung, arm oder reich bist: Wer sich mit einem normalen Fahrrad im Alltag bewegen kann, kann in der Regel auch lernen, eine Rikscha zu fahren. Dank einer elektrischen Unterstützung können auch Leute mit durchschnittlicher Fitness 2 Passagiere bewegen. Du solltest einfach Zeit mitbringen, denn ein Dreispurfahrrad fährt sich anders und Du musst es bei einer Einführung lernen.

 

Radeln ohne Alter finanziell unterstützen

Was ist eine Fördermitgliedschaft?

Man kann bei Radeln ohne Alter e.V. oder jedem Ortsverein Fördermitglied werden. Das heißt: man zahlt jährlich einen Mitgliedsbeitrag, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Man wird zu den jährlichen Mitgliederversammlungen eingeladen. Hier kann man mitreden und mitbestimmen, wenn man will.

Kann man Radeln ohne Alter auch sponsern?

Das geht! Die Radeln ohne Alter-Ortsvereine sind nicht nur gemeinnützig, sondern es gibt für Sponsoren auch verschiedene Möglichkeiten, auf ihr Engagement für die gute Sache wirksam hinzuweisen.

Wie bekomme ich eine Spendenbescheinigung?

Spendenbescheinigungen gibt es ab 200,– € vom jeweiligen Ortsverein. Bitte schreibt dafür in die Überweisung gleich Namen und Anschrift der Person, auf die die Spendenbescheinigung lauten soll. Bis zweihundert Euro genügt zur steuerlichen Absetzbarkeit der Überweisungsbeleg.

Wo finde ich die Kontonummer?

RoA besteht aus vielen kleinen Vereinen oder Trägern. Wenn Du einem der Ortsvereine weiterhelfen möchtest, findest Du ihn in der folgenden Liste. Der Radeln ohne Alter – Gesamtverband läuft über den Berliner Verein.

(Liste folgt)

Wie kann ich Radeln ohne Alter finanziell unterstützen?

Bisher gibt es für RoA in Deutschland keinerlei staatliche Förderung. Um so wichtiger sind breites gesellschaftliches Engagement und natürlich Spenden! RoA freut sich über jeden Beitrag! RoA und seine Ortsvereine sind als gemeinnützig anerkannt.

 

Radeln ohne Alter in neue Städte bringen

Was ist das Besondere an den Radeln ohne Alter-Rikschas?

Radeln ohne Alter empfiehlt Vorne-Rikschas, denn Fahrer und Passagiere können hier während der Fahrt miteinander reden. Außerdem ist eine Elektrounterstützung wichtig, denn die Freiwilligen sollen nicht Leistungssport betreiben müssen.

Wo kann ich eine Rikscha kaufen?

In Deutschland zur Zeit hier: Schütze & Stage GbR, Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin, Tel.: +49 (0)30 691 60 27, g.schuetze@veloprojekt.de.

Was kostet eine Rikscha?

Eine Rikscha, wie sie von Cycling without age (Radeln ohne Alter Weltverband) empfohlen wird, kostet zur Zeit ca. 5.500 Euro. Wenn Du eine andere Rikscha mit ähnlichen Eigenschaften kaufen möchtest, musst Du dies mit dem Weltverband absprechen, denn dieser möchte seine Arbeit in Zukunft über eine Beteiligung am Verkauf der Fahrräder finanzieren.

Soll ich einen gemeinnützigen Verein gründen oder mit einem bestehenden Träger kooperieren?

Es kommt darauf an, wie die Situation in der Stadt ist, in der Du wohnst und auch darauf, ob es einen Träger gibt, der die Hauptverantwortung übernehmen möchte. Für einen Träger (also zum Beispiel eine gGmbH, die ein Altenheim betreibt) spricht, dass man sich die Gründung und Anerkennung eines Vereins sparen kann. Für einen Verein spricht, dass man an einem Ort dann mit verschiedenen Trägern zusammenarbeiten kann, und Senioren aus allen Einrichtungen am Ort in den Genuss von Ausfahrten kommen.

Wie bekomme ich Hilfe vom deutschen Verband?

Werde Mitglied bei Radeln ohne Alter e.V. und lasse Dich telefonisch beraten. Wir, Radeln ohne Alter e.V. mit Sitz in Berlin, möchten die Verbandsarbeit für Deutschland organisieren. Wir glauben an Vernetzung und gegenseitige Unterstützung. Die Unterlagen für den Vereinsbeitritt findest Du hier: (link folgt)

Was ist die Lizenz?

Die Lizenz ist eine Vereinbarung zwischen Radeln ohne Alter, Kopenhagen, dem Weltverband, und Dir und Deinem Verein über die Nutzung der Marke „Radeln ohne Alter“. Sie soll sicherstellen, dass alle im Namen von „Radeln ohne Alter“ an einem Strang ziehen.

Was sind die ersten Schritte?

Der erste Schritt ist die Anmeldung des Vorhabens bei den Erfindern in Kopenhagen. „Radeln ohne Alter“ ist ein Marke, die hier entwickelt wurde, und die auch vernetzt und gemeinsam gepflegt werden soll. Auf der deutschen Webseite findest Du unter „vor Ort Gründen“ einen Bewerbungsbogen für eine Lizenz.

Welches sind die wichtigsten Voraussetzungen?

Wichtig ist, dass jemand die Hauptverantwortung für alle Prozesse rund um die Einführung und den Betrieb von Radeln ohne Alter übernimmt. Es ist eine großartige Idee, aber sie verwirklicht sich nur, wenn es mindestens eine Person gibt, die daran glaubt und auch alles Nötige dafür tut. Auf Deutsch: Hartnäckigkeit und Zeit sind die wichtigsten Voraussetzungen.

Gut sind auch: Mitstreiter, die bei der Vereinsgründung unerlässlich sind, Kontakte zu Einrichtungen, mit denen man kooperieren will, Ideen, wie und bei wem man Geld für eine Rikscha zusammenbekommen könnte… Für all dies gibt es leider keine Patentrezepte.

Wie kann ich Radeln ohne Alter in meiner Stadt aufbauen?

Du willst RoA in Deine Stadt bringen? Klasse! „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ schrieb Erich Kästner.

 

Seniorenresidenzen

Wie können wir dazu beitragen, dass wir eine Rikscha bekommen?

Rikschas und Ortsvereine werden durch Spenden finanziert. Wenn eine Seniorenresidenz Spenden für eine eigene Rikscha sammelt, dann freut sich der jeweilige Ortsverein sicher, diese Rikscha in den Betrieb mit aufzunehmen.

Können wir Radeln ohne Alter bestellen?

Nein. Wir sind keine Dienstleister. RoA wird vom Ehrenamt getragen. Bei Kooperationen behalten sich die Ortsvereine vor, ihre Partner frei zu wählen. Gute Chancen auf eine Zusammenarbeit bestehen dann, wenn die Seniorenresidenzen ein ernsthaftes und vitales Interesse haben. Sehr wichtig sind für uns Mitarbeiter, die bereit sind, RoA zu unterstützen. In jedem Fall solltet Ihr Kontakt zu Eurem Ortsverein aufnehmen. Wenn es noch keinen gibt: siehe: Wie kann ich RoA in meiner Stadt aufbauen?

Wie können wir Radeln ohne Alter besser kennenlernen?

Nehmt Kontakt zu ihrem Ortsverein auf. Hier könnt Ihr Euch um eine RoA-Visite zum Tag der offenen Tür bewerben oder ein persönliches Gespräch vereinbaren.

Wie können wir als Seniorenresidenz unseren Bewohnern Radeln ohne Alter ermöglichen?

Radeln ohne Alter ist eine relativ junge Bewegung, die über Ehrenamt und Kooperation arbeitet. Es gibt sie seit 2015 in Deutschland und sie wächst. Trotzdem ist es nicht möglich, Deutschland sofort und flächendeckend mit Rikschas zu versorgen… Aber natürlich freuen wir uns, wenn sich Seniorenresidenzen bei uns melden. Und noch schöner ist, wenn daraus ein konstruktives Miteinander wird.

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