Jeck e leeve lang – und das bei jedem Wetter

Hier kommt noch ein kleiner Bericht zum Poppelsdorfer Karnevals-Zug unter dem Motto „Jeck e leeve lang“. Damit sich auch alle schön ärgern, die nicht dabei waren, so wie ich selbst auch. Aber dank eines Gesprächs mit Frau Rüttgers, einer Bewohnerin des Magarete-Grundmann-Hauses, fühle ich mich jetzt quasi so, als hätte ich dabei sein können.

„Die im letzten Jahr waren alle so ernsthaft, da dachte ich, ich mache das mal selbst.“

Aber alles geordnet und von Anfang an:
Wie schon im letzten Jahr hat Radeln ohne Alter Bonn (also Senioren, Piloten und natürlich die Rikschas) am Vierdelszoch in Poppelsdorf teilgenommen. „Ich war schon letztes Jahr dabei, das war sehr lustig. Leider sind viele von den anderen Senioren nicht mehr so närrisch auf Karneval und bleiben lieber in ihren Zimmern“, so Frau Rüttgers, die meinem Eindruck nach das ganze Gegenteil ist.
Sie engagiert sich noch beim Dransdorfer Karnevalsverein und hat auch bei der Karnevalsfeier des Magarete-Grundmann-Haus eine Büttenrede gehalten, „Die im letzten Jahr waren alle so ernsthaft, da dachte ich, ich mache das mal selbst.“

„Es war eine bunte und lustige Truppe“

Vor dem Zug trafen sich alle Teilnehmenden zum Frühstück im Foyer des Magarete-Grundmann-Haus. Mit dabei waren ungefähr 30 Jecken und vier Rikschas. Diejenigen, die sich noch nicht an die Schminke getraut hatten, wurden noch versorgt. „Wegen meiner Aktivität im Karnevalsverein habe ich Unmengen an Kostümen im Keller. Da verleihe ich auch welche, wenn jemand noch was braucht“, erzählte Frau Rüttgers. Als dann alle bereit waren, ging es auch schon los. „Es war eine bunte und lustige Truppe“, kommentierte Frau Rüttgers und zeigte mir ein Gruppenfoto.

Der Zug war laut Frau Rüttgers „Ein bisschen kurz, quasi nur die Straße einmal hoch und runter. Trotz des Wetters aber sehr gut besucht, vor allem viele Kinder waren da.“ Als hätte sich Poppelsdorf unser Motto „Jeck e leeve lang“ zu Herzen genommen. Das ist meiner Meinung nach auch das Beste am Karneval, alle feiern zusammen, unabhängig vom Alter oder sonstigen Umständen und durch unsere Rikschas können nicht mal mehr – wie im Falle von Frau Rüttgers – die künstlichen Knie den Spaß vermiesen.

„Wir saßen dann bestimmt noch drei Stunden zusammen.“

Anschließend ging es dann in den Pfarrsaal St. Sebastian. Hier gab es eine Stärkung, die auch nötig war, denn der Tag war noch lange nicht vorbei. Zurück im Magarete-Grundmann-Haus versammelten sich alle, die noch Lust und Kraft hatten, im Foyer. „Wir saßen dann bestimmt noch drei Stunden zusammen. Die Jungen waren überrascht, wie textsicher wir Älteren waren.“ Bei Karnevalsmusik und kühlen Getränken wurde noch gefeiert, gesungen und gelacht – Karneval ist ja schließlich nur einmal im Jahr.

(Text: Pauline Klitzsch, Pilotin bei Radeln ohne Alter Bonn e.V.)

Radeln ohne Alter Bonn Karneval Bonn 2019

Fotos: Alina Herbort, März 2019

Radeln ohne Alter Bonn Karneval Bonn 2019

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