Kaffee & Kuchen – Wie Coffee Friends unsere Ausfahrten bereichern

Letztes Märzwochenende, Temperaturen um die 25 Grad, an jeder Eisdiele eine lange Schlange und der Wunsch nach einem Kaffee endet in der Suche nach einem freien Stuhl in den Cafés. Wenn die Sonne draußen ist, sind wir Deutschen es auch. Denn wir lieben es einfach, durch die Stadt zu flanieren und einen Hauch von Italien zu uns zu nehmen. Über alle Generationen hinweg.

Der Moment gehört mir

Der Drang, unterwegs etwas zu konsumieren, hat selten etwas mit Hunger oder Durst zu tun, sondern mit “sich-was-gönnen”. Kaffee und Kuchen, ebenso wie Eis oder sonstige Süßigkeiten gelten als Genussmittel und unabhängig davon, dass wir das Zeug kilo- oder literweise in uns hineinschaufeln und -schütten, sind doch jeder Schluck und jeder Bissen eine kleine Verheißung. Etwas, was einen aufbaut, tröstet, belohnt – was man sich gönnt.

Da verwundert es nicht, dass laut dem Statistik-Portal statista.com wir Deutschen pro Kopf und Leben 77.000 Tassen Kaffee trinken. Zu Hause, im Büro und natürlich auch, wenn wir unterwegs sind. Beim Shoppen, Bummeln, Wandern, bei der Radtour oder in unserem Falle einer Rikschafahrt.

77.000 Tassen – das ist eine ganze Menge. Wenn ich 40 werde und angenommen mit 15 Jahren angefangen habe, täglich drei Tassen Kaffee zu trinken, dann bringe ich es auf 27.375 Tassen Kaffee bis zu meinem 40. Geburtstag. Ausgehend von den statistischen Zahlen müsste ich noch weitere 45 Jahre lang täglich drei Tassen Kaffee zu mir nehmen. Dann bin ich 85 Jahre alt.

Ohne ist es halt nicht dasselbe

Es hört im Alter also nicht auf, die Lust auf Süßes und Kaffee und beides am besten in Gesellschaft. Denn “alleine essen macht dick”. Hat meine Oma jedenfalls immer gesagt. Und Geselligkeit und sozialer Austausch sind uns bei Radeln ohne Alter ja ein großes Anliegen. Deshalb versuchen wir bei unseren Ausfahrten mit den Senior*innen nicht nur Gedanken auszutauschen, sondern ihnen auch immer ein wenig von dem zu bieten, was für viele andere, mobile Menschen, so selbstverständlich ist. In der Sonne zu sitzen, dem bunten Treiben in der Stadt zuzuschauen, über die aktuelle Mode der Flaneure zu philosophieren und dabei eine gute Tasse Kaffee zu trinken, die anders schmeckt als die in der Senioreneinrichtung. Irgendwie besser. Weil sie etwas besonderes ist, die nicht Alltag ist, sondern die man sich gönnt und genießt.

Und wer oder was ist nun ein Coffee Friend?

Coffee Friends sind Geschäftsinhaber von Cafés oder Eisdielen, die den Grundgedanken von Radeln ohne Alter teilen und unseren Senior*innen z.B. diese besondere Tasse Kaffee gönnen möchten. Einige unserer Senior*innen verfügen nur über eine kleine Rente und gönnen sich selbst kaum etwas.

Die Tasse Kaffee ist hierbei jedoch nicht immer eine wortwörtliche Tasse Kaffee, sondern kann in ganz unterschiedlicher Form auftreten. Sie kann eine einzelne Blume sein oder ein saftiger Apfel. Eine Praline aus dem Schokoladengeschäft, ein Croissant vom Bäcker oder vielleicht das Wiener Würstchen vom Metzger.
Wer kreativ ist, kann auch ganz immateriell unseren Senior*innen ein Ständchen singen oder ein Zauberkunststück vorführen.

Es geht darum, die Ausfahrt unserer Seniorinnen und Senioren zu versüßen und sie zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Im Gegenzug bekommen unsere Coffee Friends die volle Dankbarkeit unserer Mitfahrer*innen sowie etwas Aufmerksamkeit, denn unsere Rikschas sind nicht zu übersehen.

Du möchtest auch Coffee Friend werden?

Dann melde dich bei uns: bonn@radelnohnealter.de

Noch ist die Anzahl der Coffee Friends Partner in Bonn überschaubar, unser Ziel ist jedoch, irgendwann ähnlich vernetzt zu sein, wie unsere Freunde von Radeln ohne Alter Kopenhagen.

 

  • Coffee friends

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