Neuer Standort in Gronau (Westfalen)

Das ging dann doch recht schnell. Kaum hatte der FWZ-Vorsitzende Andreas Veltman vor gut zwei Wochen auf der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank das Projekt KoPilot eingestellt, da waren am ersten Tag auch schon die notwendigen 75 „Fans“ erreicht, die es für einen Beginn der Spendensammlung bedarf.

Wir wollten auch für all jene bleibende Erinnerungen und Glücksmomente schaffen, die selbst nicht mehr allein aufs Rad steigen können.
Johannes Sieweke (Mit-Initiator)

KoPilot ist das vierte und damit jüngste eigene Projekt der Freiwilligenzentrale Gronau (FWZ). Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch die Initiative der drei Radfahrer Wolfgang Leuders, Rainer Reus und Johannes Sieweke, die von der Idee begeistert waren. Vorbild war die Bewegung „Radeln ohne Alter“, in dessen Dachverband die FWZ neuerdings selbst auch Mitglied ist. Auch ein Impuls aus dem Seniorenbeirat der Stadt Gronau half dabei, die Idee hier vor Ort in die Tat umzusetzen.

„Wir wollten auch für all jene bleibende Erinnerungen und Glücksmomente schaffen, die selbst nicht mehr allein aufs Rad steigen können“, so Mit-Initiator Johannes Sieweke. „Das Augenmerk liegt dabei bewusst auch auf jenen Mobilitätseingeschränkten, die ohne große Sozialkontakte die meiste Zeit in ihren Wohnungen verbringen und für die eine Ausfahrt deshalb eine große Bereicherung wäre“, ergänzt Wolfgang Leuders. Bei den Rädern selbst soll es sich um hochmoderne E-Rikschas handeln, die das Projekt anschaffen möchte. Bis zu zwei Kopilot*innen können die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer so unentgeltlich eine „Fahrt ins Blaue“ anbieten.

Egal ob ein Ausflug in die Natur, auf den Wochenmarkt oder zu von früher bekannten Orten in Gronau und Epe – gemeinsam können auf dem Rad neue Wege entdeckt, der Austausch mit anderen Menschen genossen, Geschichten geteilt sowie neue Perspektiven und Freiheiten erlebt werden. „Ein Projekt gegen Einsamkeit und für uneingeschränkte Teilhabe am Leben und der Natur, welches eine Brücke zwischen den Generationen baut“, so Rainer Reus.

Was die institutionelle Struktur ihrer Initiative angeht, haben sich die drei Initiatoren bewusst für die FWZ entschieden. „Unter dem Dach der Freiwilligenzentrale war alles schon vorhanden: ein Büro, entsprechende Ansprechpartner im Büro, die Verwaltung, Knowhow in Sachen Marketing und ein breites Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern“, begründet Wolfgang Leuders, der selbst auch als Kassenwart im FWZ-Vorstand aktiv ist, die Entscheidung. Und obwohl die Zentrale an der Konrad-Adenauer-Straße bereits seit vielen Jahren Erfahrungen mit eigenen Projekten hat, ist KoPilot doch eine ganz andere Hausnummer: „Bislang haben wir für unsere FWZ-eigenen Projekte NaWi, AntiRost und ReparaturTreff in der Initiierungsphase keine großen Anschaffungen tätigen müssen. Das sieht bei KoPilot ganz anders aus“, erläutert der FWZ-Vorsitzende Andreas Veltman. Hier sei die FWZ auf Spenden angewiesen, um das selbst gesteckte Ziel – im Sommer eine eigene E-Rikscha und mittelfristig auch eine zweite zu besitzen – erfüllen zu können.

Aus diesem Grund wurde auch das Crowdfunding bei der Volksbank initiiert, wo jetzt die entscheidende Spendenphase angelaufen ist und knapp drei Monate Zeit sind, um die notwendigen 7.000 Euro zu erreichen. Die Volksbank gibt dabei zu jeder Spende über 5 Euro 20 Prozent zusätzlich dazu. Auch können hierfür Crowdfunding-Gutscheine der Volksbank verwendet werden, die regelmäßig an Volksbank-Kunden ausgegeben werden. Gespendet werden kann auf der Crowdfunding-Website oder direkt über die IBAN DE33 6606 0000 0000 1377 49 unter dem Verwendungszweck „P34360 – KoPilot – Rikscha-Fahrten für Bedürftige“. Bis es soweit ist und die erste eigene KoPilot-Rikscha angeschafft werden kann, soll in der Zwischenzeit auf in Gronau und Epe vorhandene mehrsitzigen E-Fahrrädern – von Seniorenbeirat, Bethesda Altenheim, DRK Epe, Dorotheenhof und Sankt Agatha Domizil – zurückgegriffen werden und vorrangig Touren mit den dortigen Bewohnerinnen und Bewohnern unternommen werden.

Neben der erhofften finanziellen Unterstützung des Projektes durch das Crowdfunding steigt und fällt das Projekt natürlich mit der Zahl der zur Verfügung stehenden Pilotinnen und Piloten. Die FWZ sucht daher engagierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Freizeit in Rikscha-Fahrten investieren möchten. So wird aktuell ein Pool mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern aufgebaut – 15 Personen stehen hierfür bereits in den Startlöchern. Weitere Interessenten können sich gerne in der FWZ unter Telefon 02562 992766 melden. Bis zur ersten Ausfahrt sollen für die Fahrerinnen und Fahrer aus Sicherheitsgründen Schulungen zum Umgang mit den Fahrrädern und den Fahrgästen angeboten werden.

Unterstütze jetzt die Anschaffung der ersten Rikscha für Gronau: Crowdfunding-Plattform

Mehr zum neuen Radeln-ohne-Alter-Standort findest du hier: https://radelnohnealter.de/gronau

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