Sicher radeln – Tipps zum Tag der Verkehrssicherheit

Wir alle haben Wünsche. Ob Gesundheit, Glück in der Liebe oder eine berufliche Veränderung – wer sich etwas wünscht, weist damit oft auf eine Sehnsucht hin. Mit dem Hashtag #1000sichereWünsche äußert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat am diesjährigen Tag der Verkehrssicherheit die Sehnsucht nach Veränderung im Straßenverkehr. Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Sicherheit“ sollen Menschen heute deshalb über die Gefahren auf Deutschlands Straßen aufgeklärt werden. Als Verein, der die Leidenschaft zum Fahrradfahren gemeinnützig einsetzt, möchten auch wir uns an der Aktion beteiligen. 

Laut einer Schätzung der Bundesanstalt für Straßenwesen geschahen im letzten Jahr so wenig tödliche Verkehrsunfälle wie nie zuvor. Radfahrer*innen gehören jedoch zu den am stärksten gefährdeten Gruppen im Straßenverkehr. Im Vergleich zur Zahl aller Unglücke, steigt die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer*innen nämlich seit Jahren stetig.

Was können wir tun, um auf dem Rad sicherer unterwegs zu sein? Wie schaffen wir es, die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen zu verbessern? Wir haben uns für Euch mit den Tipps des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs vertraut gemacht.

 

1. Vorausschauend fahren und Handzeichen geben

Als Radfahrer*innen werden wir im hektischen Treiben des Straßenverkehrs schnell übersehen. Zum Schutz vor unaufmerksamen Verkehrsteilnehmer*innen gilt es deshalb, stets vorausschauend zu fahren. Achte darauf, Dich nicht ablenken zu lassen und gib Handzeichen. Durch klare Signale können Unfälle im Straßenverkehr verhindert und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

2. Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmer*innen suchen

Neben dem Handzeichen ist auch der Blickkontakt ein hilfreiches und häufig unterschätztes Signal. Scheu‘ nicht davor zurück, darüber mit Verkehrsteilnehmer*innen zu kommunizieren. 

3. Nach außen selbstbewusst, aber innerlich defensiv fahren

Ein alter, aber noch immer äußerst relevanter Ratschlag: Fahr selbstbewusst, in aufrechter Haltung und mit eindeutigen Handzeichen – Zurückhaltung ist fehl am Platz. Begib Dich jedoch nicht willentlich in mögliche Gefahrensituationen, sollte ein*e Verkehrsteilnehmer*in sich nicht regelkonform verhalten. 

4. Angemessene Abstände einhalten

Für optimale Verkehrssicherheit legt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club als angemessenen Abstand zum Fahrbahnrand etwa 50 bis 100 cm fest. Zu parkenden Autos wird ein Abstand zwischen 75 und 125 cm empfohlen.

5. Nicht in Parklücken einscheren, sondern geradeaus fahren

Auch wenn sich die Möglichkeit ergibt, solltest Du nie in Park- oder andere Lücken einscheren. Fahr geradeaus und vermeide so, den Eindruck zu vermitteln, die Fahrbahn verlassen zu haben.

6. Nur beschilderte Radwege nutzen

Für Radfahrer*innen über 10 Jahren gilt: Stets beschilderte Radwege oder die Fahrbahn nutzen. Das Befahren von Gehwegen ist zum Schutz der Fußgänger*innen untersagt. Ausnahme: Gehwege, die mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ beschildert sind. Hier sollte jedoch eine angemessene langsamere Fahrgeschwindigkeit bevorzugt werden. 

Ist ein beschilderter Radweg vorhanden, muss dieser befahren werden. Eine Ausnahme bilden lediglich unbenutzbare Radwege (bspw. aufgrund von Schnee oder Laub). Diese darf und solltest Du meiden und für mehr Verkehrssicherheit stattdessen auf die Fahrbahn ausweichen.

7. Besondere Vorsicht bei abbiegenden Fahrzeugen

Eine der häufigsten Unfallursachen zwischen Fahrradfahrer*innen und anderen Verkehrsteilnehmer*innen ist das Abbiegen. Inzwischen finden sich an vielen Ampeln für mehr Verkehrssicherheit vorgezogene Radspur-Markierungen, die es den Radfahrer*innen erlauben, im Versatz zu den wartenden Fahrzeugen und in deren direktem Blickfeld auf Grün zu warten. Es gilt dennoch und besonders in allen anderen Fällen, beim Abbiegen Vorsicht walten zu lassen.

8. Position im sogenannten Toten Winkel meiden

Fahrradfahrer*innen werden häufig von Fahrer*innen größerer Fahrzeuge übersehen. Stelle deshalb sicher, Dich nicht im sogenannten Toten Winkel aufzuhalten. Leuchtelemente an Fahrrad oder Kleidung machen Dich zusätzlich auch in Rück- oder Seitenspiegeln sichtbarer für andere Verkehrsteilnehmer*innen.

9. Besondere Vorsicht an Kreuzungen

Ordne Dich an einer Kreuzung frühstmöglich und eindeutig in die entsprechende Spur ein. Positioniere Dich im Sichtbereich der Autofahrer und gib Handzeichen. Auf der Fahrbahn gilt für Dich die Ampel für den Fahrverkehr, unter Umständen gibt es jedoch auch eine separate Fahrradampel.

 

 

Was all diesen Tipps zur Verkehrssicherheit natürlich vorausgeht: Trage einen Helm und stelle sicher, dass Dein Fahrrad straßenverkehrstauglich ist. Fahre bei Dämmerung und Dunkelheit außerdem mit Licht.

Ausführlichere Informationen zur Verkehrssicherheit für Radfahrer*innen findest Du im Informationsblatt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Wir von Radeln ohne Alter wünschen uns für die Zukunft im Besonderen zwei Dinge: Ein besser ausgebautes Radwege-Netz in Städten und ein angenehmeres Fahrklima auf deutschen Straßen, das von Rücksicht und einem sicheren Fahrgefühl geprägt ist. Was wünschst Du Dir zum Tag der Verkehrssicherheit?

Logo zum Tag der Verkehrssicherheit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.